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DWARFLAB DWARF 3 Smartes Teleskop

DWARFLAB DWARF 3 Smartes Teleskop

Das DWARFLAB DWARF 3 ist ein Smart-Teleskop mit Telekamera, zusätzlichem Weitwinkel und drei eingebauten Filtern. Akku und Speicher sind ebenfalls integriert. Damit bündelt es mehrere Bausteine für die Himmelsfotografie in einem Gerät – die Geduld für lange Belichtungen muss man allerdings selbst mitbringen.

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Auf einen Blick

Kurzfazit

Ein ungewöhnlich vielseitiges Smart-Teleskop für den fotografischen Einstieg in den Nachthimmel, dessen längere Deep-Sky-Belichtungen aber manuelle Einstellungen und einen sorgfältigen Aufbau verlangen.

Ideal für

Technikinteressierte, die den Nachthimmel fotografisch erkunden möchten und bereit sind, sich für längere Belichtungen mit manuellen Einstellungen, EQ-Modus und stabilem Aufbau zu beschäftigen.

Nicht geeignet, wenn

Du erwartest, dass auch lange Deep-Sky-Belichtungen vollständig im Automatikmodus laufen, oder möchtest dich nicht mit Aufstellung und Erschütterungen befassen.

Das Gesamtbild

Der Reiz des DWARFLAB DWARF 3 liegt nicht darin, dass es Astronomie plötzlich mühelos macht. Es bündelt vielmehr mehrere Dinge, die man für die Himmelsfotografie sonst einzeln bedenken muss: Kamera, Filter, Speicher und Stromversorgung. Das ist ein attraktiver Einstieg für Menschen, die gern den Nachthimmel aufnehmen möchten, ohne zunächst aus jedem Zubehörteil ein eigenes Wochenendprojekt zu machen. Ganz ohne Beschäftigung mit der Technik geht es trotzdem nicht. Der Himmel hält sich leider nicht an die Bedienphilosophie moderner Haushaltsgeräte.

Die Telekamera arbeitet mit einem Sony IMX678 STARVIS 2-Sensor. Daneben sitzt ein fest fokussiertes Weitwinkelobjektiv mit 6,7 mm Brennweite, entsprechend 45 mm im Kleinbildformat, und 3,4 mm Öffnung. Damit bietet das Gerät zwei unterschiedliche Bildausschnitte, statt ausschließlich auf eine enge Teleperspektive festgelegt zu sein. Der Objektivkopf lässt sich horizontal um 340 Grad und vertikal um 240 Grad drehen. Das eröffnet einen großen Ausrichtungsbereich; eine Aussage über die Qualität der fertigen Aufnahme ist es für sich genommen noch nicht.

Besonders interessant sind die drei eingebauten Filter. VIS deckt 430–650 nm ab, Astro 430–690 nm; der Duo-Band-Filter ist auf Hα- und OIII-Wellenlängen ausgelegt. Für Käufer, die sich mit unterschiedlichen astronomischen Motiven beschäftigen wollen, ist das mehr als eine lange Ausstattungsliste: Die Filterwahl ist bereits Teil des Geräts. Man kann sich mit dem Motiv beschäftigen, statt jede nächste Idee sofort in eine neue Zubehörfrage zu übersetzen.

Die entscheidende Grenze verläuft bei der Belichtungszeit. Im Deep-Sky-Automatikmodus sind maximal 15 Sekunden möglich. Wer länger belichten möchte, muss in den manuellen Modus wechseln. Ab 30 Sekunden ist der EQ-Modus Pflicht, schon ab 15 Sekunden wird er empfohlen. Das DWARF 3 richtet sich damit durchaus an neugierige Einsteiger, aber nicht an Käufer, die sämtliche anspruchsvolleren Aufnahmen der Automatik überlassen möchten. Der nächste Schritt ist hier eine Einstellung, kein Zauberknopf.

Dazu gehört ein sorgfältiger Aufbau. Bei langen Belichtungen können ein instabiles Stativ, leichter Wind oder Bodenvibrationen die Nachführung beeinträchtigen und Sterne länglich oder unscharf erscheinen lassen. Der Standardanschluss mit 1/4″-20-UNC-Gewinde erleichtert die Stativwahl. Er erspart allerdings nicht die Suche nach einem ruhigen Standort. Ein vorbeilaufender Mensch kann fotografisch relevanter werden, als ihm lieb ist.

Praktisch sind die 128 GB eingebauter eMMC-Speicher und der integrierte 10.000-mAh-Akku mit externer USB-Lademöglichkeit. Zum Lieferumfang gehören außerdem eine Tragetasche und magnetische Sonnenfilter. Letztere sind bei Sonnenaufnahmen zwingend zu verwenden; die eingebauten Aufnahmefilter sind kein Ersatz dafür.

Unsere Einschätzung: Das DWARF 3 lohnt sich vor allem als integriertes Werkzeug für ein Hobby, in das man hineinwachsen möchte. Die Kombination aus zwei Kameraperspektiven, eingebauten Filtern und eigener Stromversorgung ist reizvoll. Wer dagegen unter „smart“ versteht, dass auch längere Deep-Sky-Belichtungen ohne eigenes Zutun gelingen sollen, wird mit den Anforderungen an Moduswahl und Aufstellung nicht glücklich.

Das Beste daran

  • Drei eingebaute Filter einschließlich Duo-Band für Hα und OIII machen unterschiedliche astronomische Aufnahmeansätze ohne separate Filterausstattung möglich.

Das Clevere daran

  • 128 GB interner Speicher und ein 10.000-mAh-Akku bündeln Speicherung und Stromversorgung im Gerät.
  • Zusätzliche Weitwinkelkamera und großer Drehbereich erweitern die Möglichkeiten zur Bildgestaltung.
  • Standard-Stativgewinde und externe USB-Lademöglichkeit erleichtern die Einbindung in einen eigenen Aufbau.

Das Kleingedruckte

  • Längere Deep-Sky-Belichtungen verlangen manuelle Einstellungen; ab 30 Sekunden ist der EQ-Modus Pflicht.
  • Bei Langzeitbelichtungen können schon leichter Wind oder Bodenvibrationen die Sternabbildung beeinträchtigen.

Beantwortete Käuferfragen

Wie lange kann das DWARF 3 im Deep-Sky-Automatikmodus belichten?

Im Deep-Sky-Automatikmodus sind höchstens 15 Sekunden möglich. Längere Belichtungen erfordern den manuellen Modus. Ab 30 Sekunden ist zusätzlich der EQ-Modus vorgeschrieben; bereits ab 15 Sekunden wird er empfohlen.

Welche Filter sind im DWARF 3 eingebaut?

Das DWARF 3 besitzt drei eingebaute Filter: VIS für 430–650 nm, Astro für 430–690 nm und einen Duo-Band-Filter für Hα- und OIII-Wellenlängen.

Kann man mit dem DWARF 3 die Sonne fotografieren?

Ja, bei Sonnenaufnahmen muss jedoch ein Sonnenfilter verwendet werden. Magnetische Sonnenfilter gehören zum angegebenen Lieferumfang. Die drei eingebauten Filter ersetzen diesen notwendigen Schutz nicht.

Welcher Stativanschluss und welcher Speicher sind vorhanden?

Das DWARF 3 ist mit Stativen mit einem 1/4″-20-UNC-Gewinde kompatibel und verfügt über 128 GB eingebauten eMMC-Speicher.